#fairewiesn: Genuss, Gaudi und Nachhaltigkeit

Die Wiesn ist das größte Volksfest der Welt. Wir möchten unser Augenmerk auf die Klimafolgen lenken, denn das Oktoberfest produziert in gut zwei Wochen die Emissionen einer ganzen Großstadt, wie eine Studie der TUM in 2019 darstellt.1 In diesem kurzen Zeitraum (zwei Wochen) werden 10-mal so viel Methanemissionen produziert wie die nordamerikanische Großstadt Boston.
Das ist nur ein Beispiel, welche Klimafolgen das Oktoberfest verursacht.
Muss das so bleiben? Nicht zuletzt hat auch der Stadtrat beschlossen, dass München bis 2035 klimaneutral sein soll. Die große Frage lautet: Wie können wir Genuss, Gaudi und Nachhaltigkeit in Zukunft zusammenbekommen?
Erste Runde – die Hendlsauerei
Dazu hatten wir bereits im Mai 2022 mit 30 Projektpartner*innen mit der Aktion „Hendlsauerei – the Dark Side of the Wiesn“ auf dem Marienplatz auf die „wahren Kosten“ der Wiesn und anderer Großveranstaltungen in der Stadt aufmerksam gemacht und einen Forderungskatalog an den Stadtrat weitergereicht.
Unsere Forderungen:
- Es braucht zielführende Anreize für vegetarische und vegane Speisen.
- Ökologisch erzeugte Lebensmittel müssen verbindlich und sukzessive zum Standard werden.
- Bei der Auswahl der Lieferbetriebe sind strengere Kriterien anzusetzen; denn regional bedeutet nicht automatisch ökologisch und nachhaltig.
- Es braucht höhere Nachhaltigkeitsstandards, die für alle gelten.
- Faire Arbeitsbedingungen müssen vom Acker bis zum Teller eingehalten werden.
- Die Preise für die Wiesnbesucher*innen sind fair zu kalkulieren.
- Es braucht ein Konzept in Form einer Machbarkeitsstudie für die Umsetzung.
- Die Stadt soll den Aufbau und die Pflege bioregionaler Wertschöpfungsketten fördern.
- Es ist ein Runder Tisch mit den Projektpartner*innen, Entscheider*innen der Stadt und den Veranstaltern einzurichten, um geforderte Ziele Schritt für Schritt und praktikabel umzusetzen.
Zweite Runde: #fairewiesn
Unsere Bemühungen um eine faire Wiesn gehen zusammen mit den Projektpartner*innen in die nächste Runde! Unter dem Hashtag #fairewiesn wird während des Oktoberfests auf Social-Media (Instagram, Facebook, LinkedIn, Youtube) daraufhingewiesen, wie eine faire Wiesn in der Zukunft aussehen könnte. Besonders beim Thema Ernährung ist auf der Wiesn noch viel Luft nach oben.
Mach mit:
Zeig, dass auch Du hinter einer fairen, nachhaltigen Wiesn stehst und poste über Deine Kanäle mit dem Hashtag #fairewiesn.
Du hast Ideen für eine nachhaltige Wiesn oder Interessantes beim Oktoberfestbesuch entdeckt? Dann schick Fotos oder Kommentare gerne auch an fairewiesn@m‑i-n.net.
Wir wünschen euch eine tolle und friedliche Wiesn!
Weitere Informationen dazu unter https://www.m‑i-n.net/faire-wiesn/
1https://www.theguardian.com/environment/2019/oct/27/oktoberfest-munich-methane-emissions-environment
Der Kartoffel-Dialog
Ein Impulsvortrag zu einem spannenden Thema oder Projekt und ganz viel Raum für Austausch und Gespräche – das ist der Kartoffeldialog. Entstanden ist er aus der Initiative zweier Vereinsmitglieder. Max und Maziar wünschten sich mehr Austausch mit anderen Mitgliedern und setzten ihre Vorstellungen in die Tat um. “Was beschäftigt dich? Wo steckst Du gerade Deine Energie rein? An welchen Projekten arbeitest du?” Das, so dachten sie sich, interessiert bestimmt auch viele andere.
Die beiden organisieren darum ein Treffen in Präsenz oder online, an jedem 3. Mittwoch im Monat, bei dem jemand kurz und knackig über eine aktuelle Leidenschaft erzählt. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zu allgemeinem Austausch und Kennenlernen.
Beim ersten Kartoffeldialog am 20. April 2022 berichteten Mitglieder aus den AGs des Kartoffelkombinats. Im Mai schloß sich unser früherer Vorstand Simon Scholl an, dessen Leidenschaft der Solidarischen Landwirtschaft gilt.
Mit den Themen Crowdfunding, Kombinatsbier, einem Besuch beim Mitmach-Supermarkt in Giesing, Infos über die Kartoffelfahrt, Balkonkraftwerken und Solarspaziergängen ging es weiter. Im November erzählte Ralf Randel sehr bewegend von seiner Initiative Platanenblatt, die seit 2012 nach den Prinzipien der solidarischen Landwirtschaft auf Lesbos Olivenöl erzeugt. Ja – genau das unbeschreiblich köstliche Olivenöl, das wir beim Kartoffelkombinat bestellen können (nicht immer, aber hoffentlich immer öfter…)
Mehr zu den bisherigen Themen findet ihr in der Community des Kartoffelkombinats. Wer Lust hat, selbst einen Impulsvortrag zu einem Lieblingsthema zu geben und darüber anschließend zu diskutieren, kann sich gern bei Max und Maziar melden.
Für 2023 sind schon folgende Mittwochs-Termine geplant: 25.1., 22.2. und 22.3., am besten gleich vormerken.
Geothermie als Zukunftsenergie

Neuer Termin: Kartoffelakademie am 26.4.2023 mit Dr. Kai Zosseder, Hydrogeologe an der TU München.
Wann: 26.4.2023 19h
Wo: Kartoffelkombinat / anstiftung, Daiserstr. 15 Rgb.
Anmeldung unter Geothermie-Abend 26.4.
Der wegen Krankheit abgesagte Februar-Termin wird am 26.4.2023 nachgeholt!Zwei bis drei Kilometer muss man schon in die Erde graben: So tief liegen wasserführende Schichten, die vom Erdinneren aufgeheizt werden. Dieses heiße Wasser kann man zum Heizen nutzen. Man muss es dazu an die Erdoberfläche bringen, ein aufwändiger Prozess, doch in der Bundesrepublik könnten wir damit unseren gesamten Wärmebedarf decken. Weltweit würde die Geothermie dafür rein rechnerisch 100.000 Jahre reichen. Aber nur ein kleiner Teil der Erdwärme ist technisch nutzbar, und bisher weiß niemand so genau, wie sich eine Massennutzung auf die Erdkruste auswirken würde.
Jedenfalls ist die regenerative Energiequelle zum Heizen, zum Kühlen, zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in der Kraft-Wärme-Kopplung einsetzbar. Sie wird seit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 deutlich höher gefördert als vorher. Dadurch können auch mehr Privathaushalte in den Genuss der Erdwärme kommen. Doch hier gibt es zahlreiche Hindernisse und noch einigen Klärungsbedarf.
Die Weichen sind allerdings gestellt – in Richtung Zukunft. “Wärmewende” ist nur eins der Stichworte, unter denen man hier fündig wird und die bundesweit zahlreiche Akteure aufweisen.

Geothermiekraftwerk Freiham. Quelle: Stadtwerke München
Auch die Stadt München hat seit 2004 schon eine Reihe Geothermiekraftwerke in und um München errichtet: in Riem, Sendling, Freiham, demnächst am Michaelibad, und auch in Sauerlach, Unterschleißheim, Unterföhring, Pullach, Grünwald, etc.
Dazu die Stadtwerke München auf www.swm.de:
“Die geologischen Voraussetzungen für die Nutzung der Geothermie sind in München und der Region ausgezeichnet. Tief unter der Stadt befindet sich ein riesiger Vorrat heißen Thermalwassers. Daraus können wir umweltfreundlich Wärme gewinnen – und südlich von München, wo die Temperaturen noch höher sind, sogar noch zusätzlich Strom.
Über Bohrungen wird das heiße Wasser an die Oberfläche gepumpt und über Wärmetauscher geleitet, wobei die dabei entzogene Energie auf ein Fernwärmenetz übertragen wird. Das abgekühlte Thermalwasser wird über Injektionsbohrungen wieder in dieselben Schichten zurückgeführt.”
Die Details, aber auch die Hindernisse und Nachteile bei dieser Schatzsuche in der Erde wird uns Dr. Kai Zosseder verraten – wir haben schon eine lange Fragenliste!
Was wir Menschen so fallen lassen…
Abfall erkunden und Mülltierchen bauen! Kleinmüllsammeln mit Spaß und umweltpädagogischer Begleitung am 22.04.2023, 15 – 17 Uhr

Gemeinsam fischen wir Kleinmüll aus der Grünanlage Baierbrunner Straße und verwandeln ihn in etwas Schönes. Was übrig bleibt, wandert als Wertstoff in den Recyclingkreislauf.
Wir wiegen und/oder zählen und dokumentieren unsere Müllernte – wie groß sie wohl sein wird? Und was passiert mit unserem Abfall, nachdem wir ihn fallen gelassen haben? Hat er Auswirkungen auf uns und unsere Tiere, Pflanzen, Böden? Das erkunden wir gemeinsam mit Veronika Westermeier, erfahrene LVB-Naturkindergruppenleiterin und Umweltbildungsreferentin mit einem Faible für die wilden Ecken unserer Großstadt.
Eine Veranstaltung aus unserer Projektreihe „Auf den Teppich gekehrt!“ im Rahmen der Themenwoche WALD im Stadtbezirk 19: Hier der Flyer.
Was? Kleinmüllsammeln mit Spaß und umweltpädagogischer Begleitung
Wann? Samstag, 22. April 2023, 15 bis 17 Uhr
Wo? Grünanlage Baierbrunner Straße; Treffpunkt: Bahnunterführung beim S‑Bahnhof Siemenswerke
Wer kann mitmachen? Familien mit Kindern, Erwachsene, Jugendliche (Teilnehmerzahl: 16)
Veranstalter Kartoffelkombinat – der Verein e. V.
Umweltpädagogische Begleitung Veronika Westermeier
Bitte mitbringen, falls vorhanden Handschuhe, Müllgreifer oder ausrangierte Grillzange, Eimer/(Joghurt-)Eimerchen
Die Teilnahme ist kostenfrei. Hier geht es zur Anmeldung.
Ansprechpartnerin bei Fragen: Inga Meincke
Zero Waste City München?
Kartoffelakademie am 25.5.2023: Das Zero Waste-Konzept der Stadt München – anspruchsvoll oder wenig ambitioniert?

Im vergangenen Jahr hat der Stadtrat der Landeshauptstadt (LH) München ein umfassendes Zero Waste-Konzept beschlossen. Die Ziele des Konzeptes sind die Verringerung der Abfälle aus Haushalten um 15% und die Reduzierung der Restmüllmenge um 35% bis 2035. Darüber hinaus sollen alle Akteur*innen in München für das Thema Zero Waste sensibilisiert werden. Diese Ziele sollen durch die Umsetzung von initial rund 100 Zero Waste-Maßnahmen umgesetzt werden, die in einem stadtweiten partizipativen Prozess erarbeitet wurden.
Aus Sicht der Vertreter*innen von „Das Bessere Müllkonzept Bayern e.V.“ ist das Zero-Waste-Programm der Stadt im bayernweiten Vergleich wenig ambitioniert. Sie sehen insbesondere beim Bioabfall und bei der Sammlung von Verpackungen noch deutliche Optimierungspotentiale.
Wie realistisch sind diese Optimierungspotentiale? Sind die Ziele der Stadt München wirklich nicht ambitioniert genug? Wie passen die Vergleiche mit anderen bayerischen Städten?
Die MIN (Münchner Initiative Nachhaltigkeit), Die Umwelt-Akademie e.V. und der Kartoffelkombinat – der Verein e.V. laden ein zu einer Kartoffelakademie:
Das Zero Waste-Konzept der Stadt München – anspruchsvoll oder wenig ambitioniert?
Wir verschaffen uns einen Überblick durch drei Impulsreferate:
- Helmut Schmidt, ehemaliger Werkleiter des AWM, Vorstand bei der Umwelt-Akademie: Entwicklung der Abfallwirtschaft in München seit 1990
-Helga Seitz, Projektleitung Zero Waste, AWM: Das Zero Waste-Konzept der LH München
-Josef Metzger, Das Bessere Müllkonzept Bayern e.V.: Kritische Würdigung des Zero Waste-Konzeptes der LH München
Im Anschluss werden wir mit den Referent*innen diskutieren und ausloten, wie realistisch die Ziele der Stadt wirklich sind und wo nachgebessert werden muss.
Termin: 25.5.2023 um 19 Uhr
Ort: Die Hybrid-Veranstaltung findet online sowie in den Räumen der anstiftung, Daiserstr. 15/Rgb., 81371 München (ca. 40 Plätze), statt. Wir bitten in beiden Fällen um Anmeldung.


Demokratiecafé am 15.6. – Termin abgesagt

Die Kartoffelakademie als Demokratiecafé am 15.6. wurde wegen mangelnder Beteiligung abgesagt.
Du möchtest etwas verändern, in deinem Umfeld, deinem Viertel? Die Brachflächen in eurem Viertel begrünen? Oder ein RepairCafé gründen? Du hast ein Lieblingsprojekt, eine Idee, die du immer schon verwirklichen wolltest, aber es fehlt an der nötigen Motivation und Unterstützung?
Dann ist ein Demokratiecafé wahrscheinlich genau das Richtige für dich! Bring dein Projekt, deine Idee mit und denk mit anderen Teilnehmer*innen darüber nach, wie es gestartet werden kann. Vielleicht habt ihr ähnliche Ideen und könnt Energie und Kräfte bündeln und gemeinsam etwas auf den Weg bringen. Dabei lernst du andere aus deinem Viertel – oder Genoss*innen aus dem Kartoffelkombinat – kennen, und auch, was sie bewegt.
Was der Einzelne sich vielleicht nicht zutraut, können mehrere zusammen schaffen. Zuhören, einander verstehen und miteinander handeln kann hier praktiziert und geübt werden. So fördert das Demokratiecafé auch die politische Beteiligung und hilft uns, unser Lebensumfeld aktiv mitzugestalten, anstatt nur Zuschauer zu sein.
Wir laden ein zu einer Kartoffelakademie als Demokratiecafé – sei dabei und werde aktiv!
Termin: Donnerstag, 15.6.2023 um 19:00 – ca. 22:00 Uhr
Ort: anstiftung, Daiserstr. 15/Rgb., München
Moderation: Robert Jende, anstiftun
Wir tragen unsere Ideen zusammen, schauen, was sich für Projekte formieren und wer sich dafür einbringen möchte. Wir wollen an diesem Abend mindestens ein gemeinsames Projekt für die Zukunft starten und weiterverfolgen.
STADTRADELN mit dem Team Kartoffelkombinat!

STADTRADELN in München vom 19.6. bis 9.7.2023
Rund eine halbe Million Radler*innen haben sich bundesweit schon fürs diesjährige STADTRADELN in ihren Teams gemeldet. Sie alle wollen die positiven Seiten des Radelns demonstrieren: Klimaschutz, Lärmminderung, weniger Feinstaub, aktive Gesundheitsförderung, eine lebenswerte Umgebung, und mehr Geld im Portemonnaie durch gesparte Benzinkosten. Alle, die in München wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können für die Kommune München mitmachen und umweltfreundliche Kilometer sammeln – auch per App. Natürlich gibt es wieder Preise zu gewinnen. Mehr Infos unter STADTRADELN.
Der Verein des Kartoffelkombinats hat auch dieses Jahr wieder ein “Team Kartoffelkombinat” angemeldet. Ihr findet uns unter STADTRADELN München. Unser Team-Captain ist Claudia Braun, die Geschäftsführerin des Kartoffelkombinat – der Verein e.V.
Unsere Tiere und Pflanzen brauchen deine guten Ideen!
Kinder-Kreativworkshop am 2.8.23 mit Miro Poferl

In Miros Kinderbuch Aaah, diese Menschen! Und wie sie mit ihren Ideen fast alles versaut hätten … Aber nur fast! befreundet sich ein Vogelkind mit dem Menschenkind Mika. Schlechter Umgang, finden die Vogeleltern, und sind alles andere als begeistert: Diesen Menschen fällt doch ständig etwas Neues ein – bis man schließlich den Wald vor lauter Häusern nicht mehr sieht! Und wo soll Vogel da denn noch sein Nest hinbauen??
Aber das Vogelkind denkt: Wenn Mika ein Mensch ist und Menschen dauernd neue Ideen haben – dann hat Mika sicher eine Idee, die uns Tieren guttut!
In unserem Workshop machen wir es wie Mika: Wir versuchen, die Welt einmal mit Nichtmenschenaugen zu sehen! Was könnte den anderen Lebewesen in unserer Nachbarschaft gefallen? Was brauchen sie? Können wir vielleicht etwas für sie in unserer Umgebung verändern?
Sicher habt ihr ganz viele Ideen dazu. Mit Stift, Papier, Karton und selbstgemachten Stempeln setzt ihr eure Ideen kreativ um und macht sie für andere sichtbar – zum Beispiel als Aufkleber, Buttons oder Postkarten.
Ihr seid zwischen 6 und 10 und habt Lust, mitzumachen? Dann kommt in der ersten Ferienwoche am Mittwoch, den 2.8., von 13:30 bis 16:30 in die Daiserstraße 15, Souterrain (leider nicht barrierefrei) im Rückgebäude. Der Workshop-Besuch ist kostenfrei. Der Kartoffelkombinat-Verein freut sich über eure Anmeldung!

Kartoffelakademie am 30.11.2023
Ackerboden – Boden des Jahres
+++ Leider muss die Veranstaltung wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt werden +++

in Kooperation mit der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) präsentieren der Kartoffelkombinat e.V. und die Kartoffelkombinat e.G. gemeinsam mit dem Münchner Ernährungsrate (MER) im Rahmen des Münchner Klimaherbstes einen Kartoffelakademieabend in der Münchener Tierparkschule Hellabrunn.
Wann: 30.11.2023 19 Uhr
Wo: Tierparkschule Hellabrunn, Schlichtweg 13, 81543 München
Anmeldung unter Ackerboden – Boden des Jahres
Ackerboden ist knapp, besonders im Münchner Umland, und wird intensiv genutzt. In Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft wächst das Bewusstsein, dass wir mit unseren Ackerböden schonender umgehen müssen, damit sie unser Überleben dauerhaft sichern können. Was Humusaufbau, das sogenannte Bodennahrungsnetz und klimaresiliente Böden mit Klimaschutz zu tun haben, bringt uns Hans Schiefereder, Leiter der Bodenpraktikerkurse in Südbayern, näher. Des Weiteren werden Ackerböden auch zur Energiegewinnung durch Photovoltaik genutzt. Wie sich dazu der Biolandbau positioniert, erklärt uns Maria Hohenester, Geschäftsführerin der LVÖ, in einem Impulsvortrag. Anschließend diskutieren wir gemeinsam die Frage was es für eine nachhaltige Nutzung unserer Böden braucht.
*Die Veranstaltung war im Rahmen des Münchner Klimaherbstes 2023 geplant, konnte wegen Erkrankung des Referenten nicht stattfinden und wird nun in der Tierparkschule nachgeholt.*
Wir freuen uns mit den Vortragenden über eine Teilnahme vor Ort. Onlineteilnahme ist auch möglich.


Foto von Rick van der Haar auf Unsplash
“Die Bunten Knöpfe e.V.” entdecken die Großstadtwildnis
Lesung und Workshop „Ah, diese Menschen! Und wie sie mit ihren Ideen fast alles versaut hätten…!“ mit Miro Poferl
Eines der letzten von Inga mit-initiierten Projekte war zum Thema “Großstadtwildnis”.
Am 18. und 20. Juni 2024 fanden nun bei der Elterninitiative “Die Bunten Knöpfe e.V.” – einer Mittagsbetreuung an der Grundschule Grafingerstraße – jeweils eine Lesung mit Workshop für die Grundschulkinder statt.

Bereits vor dem “großen Tag” beschäftigten sich die Kinder intensiv mit drei Wildtieren aus unserer städtischen Umgebung: Amsel, Biene und Regenwurm.
Dafür hatte Miro Poferl der Mittagsbetreuung liebevoll gestaltete Bildkarten zur Verfügung gestellt.
33 Kinder – mit 17 verschiedenen Muttersprachen! – lauschten Miro dann gespannt, als sie aus ihrem Buch “Aaaah, diese Menschen! Und wie sie mit ihren Idee fast alles versaut hätten…!” vorlas. Vor allem die älteren Kinder waren von der Collage-Technik der Bilder fasziniert.

Anschließend durften die Kinder – aufgeteilt in zwei Gruppen und unterstützt von jeweils zwei Betreuerinnen der “Bunten Knöpfe” – mit den bereitliegenden Materialien selbst ein Poster über ein Wildtier in der Großstadt gestalten und beschreiben, was das Tier braucht, damit es ihm in unserer Nachbarschaft gut geht.

Die von Miro bereitgestellten Mappen mit groß beschrifteten Fotos und Informationen zu den Tieren boten viele Anregungen und halfen Details zu klären.
Mit Fotokartons für die Plakate, buntem Tonpapier für Kollagen, Holzmalstiften, Filzstiften, Wachsmalkreiden ging es ans Gestalten. Die Erwachsenen begleiteten, ermutigten und boten Gestaltungsvorschläge an, wenn die Flut der Ideen und Materialien überwältigte.




Die Großen entschieden sich neben Amsel, Biene und Regenwurm auch noch für die Spinne, die Wespe, den Fuchs und ein – offensichtlich von Mangas inspiriertes – Kaninchen.







Den Kleinen hatte es vor allem die Collagetechnik angetan. Sie schnitten fleißig aus, malten und klebten “ihr Wildtier”. Viele entdecken die Leuchtkraft der Wachsmalkreiden neu:






Stefanie Haydn von Bunte Knöpfe e.V. fasst den kreativen und lehrreichen Nachmittag zusammen:
“Es ist gelungen, bei den Kindern eine Achtsamkeit für die Wildtiere in unserer Großstadt zu wecken – sie werden sich an die eindrücklichen Bilder erinnern, wenn sie beim nächsten Regen einen Regenwurm von der Straße in die Wiese setzen. Mit Hilfe der Workshops konnten wir einen großen Beitrag für die Bildung und Entwicklung der Kinder leisten, die vorwiegend aus bildungsfernen Migrantenfamilien stammen.”
Die „Bunten Knöpfe“ bedanken sich sehr herzlich bei Inga Meincke (in memoriam), Stephanie Hirn und Caroline Decker vom Kartoffelkombinat – Der Verein e.V. für die Ideen zu diesem Projekt!
Insbesondere Ingas Einsatz für die Finanzierung über die Stiftung der Sparda Bank hat das Projekt erst ermöglicht.
Alle Photos von Stefanie Haydn, Bunte Knöpfe e. V.