Niemand ist allein in der Krise

Referentin: Kathrin Hartman

Veranstaltungsort: anstiftung, Daiserstraße 15,
Termin: 08.12.2017 19:00 Uhr

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der anstiftung und des Vereins des Kartoffelkombinats

Bitte meldet Euch unbedingt an unter: Doodle: Kartoffelakademie

Die Sparpolitik von EZB, EU-Kommission und IWF hat Griechenland in eine humanitäre Krise gestürzt. Dagegen stellt sich eine emanzipatorische Graswurzelbewegung mit Solidarischen Kliniken und Apotheken, selbst verwalteten Fabriken, Märkten ohne Mittelsmänner, Kooperativen und selbst organisierten Flüchtlingsunterkünften.

Referentin:
Die Journalistin und Buchautorin Kathrin Hartmann („Aus kontrolliertem Raubbau“) hat Griechenland im siebten Jahr der Krise besucht und berichtet von der Solidarischen Bewegung die aus den Syntagma-Protesten hervorging.

Die leeren Versprechen des Neoliberalismus

Referent: Dr. Ulrich Mösner

Veranstaltungsort: anstiftung, Daiserstraße 15,
Termin: 10.11.2017 19:00 Uhr
Bitte meldet Euch unbedingt an unter: Doodle: Kartoffelakademie

Unsere Politiker reden noch immer von Sozialer Marktwirtschaft. Und ja, wir haben noch ein passables soziales Netz; aber die Wirtschaft und auch wachsende Teile der Gesellschaft ticken schon längst nach anderen – neoliberalen – Prinzipien: Der freie Markt, insbesondere die Finanzmärkte, wurden zum bestimmender Faktor; die mussten dringend weitestgehend dereguliert werden; unsere Kanzlerin verordnete uns sogar „eine marktkonforme Demokratie“; die Finanzwirtschaft dominiert die Realwirtschaft; der „Shareholder Value“ wurde zum obersten Ziel der Wirtschaft, mit dem auch Tricksereien bei Banken oder bei der Automobil-Wirtschaft salonfähig wurden; die Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen wurde zum angeblichen Wachstumsmotor; der Arbeitsmarkt wurde „flexibilisiert“, Löhne 20 Jahre lang gedeckelt und die soziale Absicherung in weiten Teilen an ein rigides Hartz IV – System ausgelagert. Der Neoliberalismus hat seit den 90er Jahren einen Siegeszug um die Welt angetreten und ein System von sog. Freihandelsverträgen schreibt diese neuen Marktkonditionen auch noch völkerrechtlich für Jahrzehnte fest.

Dabei haben sich die Grundsätze und Versprechen des Neoliberalismus spätestens seit der Finanzkrise in der Praxis längst selbst widerlegt; aber die dahinter stehenden Interessen sind so groß, dass er bislang nicht in Frage gestellt wurde. Das liegt auch an einer gewissen Interesselosigkeit – vielleicht auch einem Ohnmachtsgefühl – der Öffentlichkeit, das durch diesen Vortrag etwas aufgebrochen werden soll.

Dabei haben sich die Grundsätze und Versprechen des Neoliberalismus spätestens seit der Finanzkrise in der Praxis längst selbst widerlegt; aber die dahinter stehenden Interessen sind so groß, dass er bislang nicht in Frage gestellt wurde. Das liegt auch an einer gewissen Interesselosigkeit – vielleicht auch einem Ohnmachtsgefühl – der Öffentlichkeit, das durch diesen Vortrag etwas aufgebrochen werden soll.

Referent:

Dr. Ulrich Mössner hat nach Studium von Nachrichtentechnik und Betriebswirtschaft, in der er auch promoviert hat, die Wirtschaft von innen kennnengelernt und dabei auch den Wandel von der Sozialen Marktwirtschaft zum Neoliberalismus in der Praxis erlebt. Nach seiner Pensionierung wurde er zum Lehrbeauftragten an der Hochschule München, Fachbuch-Autor („Das Ende der Gier – Nachhaltige Wirtschaft statt Neoliberalismus“), kritischer Experte zu Freihandelsverträgen und Dozent in der Erwachsenen-Bildung.

14.10.2017 Kartoffelfest

Auf geht’s zum Kartoffelfest!
Am 14.10.17 findet im Prinzenpark in Karlsfeld von 11 – 17 Uhr das Kartoffelfest statt. Veranstalter ist der gemeinnützige Verein des Kartoffelkombinats. Schirmherr ist der Bürgermeister von Karlsfeld, Herr Stefan Kolbe. Es wird mehrere Zelte, Essens- und Getränkeangebote sowie Infostände von verschiedenen ehrenamtlichen Organisationen geben. Es geht bei dem Fest insbesondere um die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements und um nachbarschaftliche Vernetzung. In zwei Diskussionsrunden zu den Themen „Lokales“ und „Nachhaltigkeit und Umwelt“ haben die Bürger von Karlsfeld die Möglichkeit dem Bürgermeister und Vertretern der engagierten Organisationen ihre Fragen zu stellen. Außerdem gibt es verschiedene Spiel- und Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene.
Außer dem Kartoffelkombinat wirken noch folgende Organisationen mit: BRK – Kreisverband Dachau, BUND Naturschutz – Kreisgruppe Dachau/Ortsgruppe Karlsfeld, Dachauer Land, Freiwillige Feuerwehr Karlsfeld, Helferkreis Karlsfeld, LBV, RENN.Süd, TSV Eintracht Karlsfeld, Umweltinstitut München e.V., Volxküche München e.V.

Weitere Informationen: Folder_KK_Kartoffelfest_2017_Mail

15.10. 2017 Klimaherbst Dult

2017_klimaherbst_dult_logo-600x476Sonntag, 15. Oktober 2017
11 – 18 Uhr
Alte Kongresshalle
Theresienhöhe 14, 80339 München
Eintritt frei oder zahle, was du für gerecht hältst
(>Veranstaltung auf Facebook)

> Melde Deine Mitgestaltung an

Idee: Dult als Fest- und Marktplatz.

Die MünchnerInnen lieben sie, ihre Dult. Ein Ort, an dem Jung und Alt, Moderne und Tradition, Reden und Tun mit Vielfalt und Spaß aufeinander treffen. Als Urgestein Münchener Veranstaltungen bildet sie einen temporären, zentralen Fest- und Marktplatz in der Stadt.

Die Dult steht sinnbildlich für Gemeinschaft, Engagement, Lebensfreude und partizipative Gestaltung und stellt eine gesellschaftliche Institution dar. Als Marktplatz schafft sie Transparenz und ist für jeden zugänglich. Ob jung oder alt – Alle sind herzlich willkommen. Historisch besonders bedeutend ist die Ernte, die auf Marktplätzen zusammengetragen wird. Das kollektive Gut kommt zusammen und wird untereinander geteilt. Dieses Sinnbild nutzt auch die Klimaherbst Dult, indem zu bestimmten Zeitpunkten Ergebnisse und Ideen gesammelt oder auch “geerntet” werden.

Als Festplatz möchte die Klimaherbst Dult auf einer zweiten Ebene deutlich machen, dass es sich bei diesem Format um keine rein wissenschaftliche Konferenz handelt, sondern vielmehr um ein experimentelles, neuartiges Format. Mit vielen lebendigen Elementen wird die Erfahrung der BesucherInnen auf der Klimaherbst Dult einzigartig gestaltet, sodass Wissen und Vergnügen auf frische Art verbunden werden können.

Ziel: Neu kombinieren, ergänzen, voranbringen.

Die Klimaherbst Dult bringt durch ihr vielfältiges, lebendiges Angebot MünchnerInnen zusammen – von interessierten Privatpersonen und Familien, über ehrenamtlich Engagierte bis hin zu Vereinen, Unternehmen und Akteure aus Stadtverwaltung und -politik. BesucherInnen wie GestalterInnen können sich über Projekte, Aktionen und Initiativen in ihrer Stadt informieren, den Tag genießen und gleichzeitig neue, frische Impulse mitnehmen.

Zielgruppe BesucherInnen: Raus aus der Blase. 

Diese Zielgruppe besteht im Rahmen des Klimaherbstes aus (jungen) Familien, SchülerInnen, (internationalen) Studierenden sowie der breiten Bevölkerung – den MünchnerInnen.

Um den Münchner Klimaschutz in all seinen Facetten voran zu bringen, braucht es mehr Zulauf aus der Gruppe der derzeitig in der Münchner Nachhaltigkeitsszene noch inaktiven BürgerInnen. Genau hier setzt die Klimaherbst Dult an: Sie bietet die ideale Grundlage, um derzeit noch inaktive MünchnerInnen für den Klimaschutz zu begeistern und als UnterstützerInnen zu gewinnen – auf eine unverbindliche, lockere, dabei trotzdem gehaltvolle Art.

Zielgruppe GestalterInnen: Gemeinsam neue Wege gehen. 

Diese umfassende Zielgruppe besteht im Rahmen des Klimaherbstes aus a) Initiativen, Verbänden, Vereinen, Akteuren und Ehrenamtlichen, b) der Stadtverwaltung, den Hochschulen und Unternehmen sowie c) PädagogInnen und MultiplikatorInnen.

Die Klimaherbst Dult ermöglicht einen gemeinsamen Tag der Münchner Nachhaltigkeitsszene, den es in dieser Form kein anderes Mal in München gibt. Charakteristisch für die Klimaherbst Dult ist, dass sie für alle „GestalterInnen“ offen ist – egal, ob institutionell verankert oder individuell angetrieben von einer Idee; ob mit Dauerförderung oder komplett ohne finanzielles Rückgrat. Das Thema Klimaschutz ist die bestimmende Gemeinsamkeit der „GestalterInnen“.

Elemente & Weiterentwicklung 2017

Vom Denken zum Handeln: Think Tank wird Klimaherbst Dult.

Der Klimaherbst Think Tank 2016 bot eine wichtige und vor allen Dingen persönliche Vernetzungsplattform, die es in diesem Format in München noch nicht gab.
Die Alte Kongresshalle ist mit ihren Räumlichkeiten auch 2017 für die Klimaherbst Dult der ideale Veranstaltungsort. Bewährte Formate, wie z.B. Vorträge, Workshops und Markt der Möglichkeiten werden optimiert fortgeführt. Innovative Formate, wie z.B. Barcamp, Pitch Corner oder Kartoffel(s)pass erweitern das Angebot.

Impulsvorträge und Workshops: Weniger ist mehr.

Die Klimaherbst Dult setzt Impulse: kurz, prägnant, wirkungsvoll!
Vier Impulsvorträge, alle zwei Stunden, von je 15 Minuten werden vom Veranstaltungsteam organisiert. Dazwischen finden im selben zeitlichen Rhythmus Workshops von je 75 Minuten statt. Auch diese werden vom Veranstaltungsteam organisiert. Impulsvorträge wie Workshops finden zeitlich nacheinander, nicht parallel, statt.

Barcamp: Freiraum für GestalterInnen

Die Klimaherbst Dult bietet Infrastruktur: Raum, Zeit, Möglichkeiten!
Die GestalterInnen haben der Barcamp-Methode folgend die Möglichkeit selbständig Raum und Zeit zu füllen. Drei Räume stehen dafür zur Verfügung. Mit Zeitfenstern von max. 90 Minuten ergeben sich insgesamt 12 sog. Freiräumen. Die Freiräume können, müssen jedoch nicht zwangsläufig genutzt werden. Sie ermöglichen vor allem, dass BesucherInnen und/oder GestalterInnen aktiv werden, sich einbringen und Themen für sich entdecken – Ownership für eine Veränderung bzw. einen Prozess übernehmen.

Markt der Möglichkeiten: Saal wird Marktplatz.

Die Klimaherbst Dult ist gelebter Austausch: vielfältig, lebendig, frisch!
Der Saal der Alten Kongresshalle wird für einen Tag zum Marktplatz der Münchner GestalterInnen. Große wie kleine Initiativen und informell engagierte Gruppen können sich hier präsentieren und in Austausch mit den BesucherInnen kommen.

Marktschrei: Ergebnisse ernten.

Die Klimaherbst Dult macht Ergebnisse greifbar: zusammentragen, aufbereiten, weiterentwickeln!
Für die „Ernte” der Ergebnisse entwickelt das Veranstaltungsteam den sog. Marktschrei. Dieser findet am Tag selbst zwei Mal statt und wird akustisch in der gesamten Alten Kongresshalle angekündigt. Während des Marktschreis ruhen alle anderen Aktivitäten und Programmpunkte, denn die BesucherInnen und GestalterInnen kommen auf dem Marktplatz zusammen.

Pitch Corner: Der Aktionsstand.

Auf dem Marktplatz wird durch die Veranstalter ein Aktionsstand – ein sog. Pitch Corner – eingerichtet. Dieser wird drei Mal am Vormittag durch ausgesuchte GestalterInnen, für jeweils drei Mal drei Minuten, bespielt.

Kartoffel(s)pass: Erlebnisreise für Kinder.

Um das Angebot des Markt der Möglichkeiten ungezwungen, unverbindlich und vor allem mit Freude zu erleben, entwickelt das Veranstaltungsteam den kostenlosen Kartoffel(s)pass – in Anlehnung an den Träger der Klimaherbst Dult 2017 – dem Kartoffelkombinat e.V. Anhand von Fragen, vergleichbar mit einer Schatzsuche, können vor allem jüngere BesucherInnen den Marktplatz erkunden. Nach jeder erfolgreich bearbeiteten Frage erhalten die Kinder an der jeweiligen Station einen Kartoffelstempel in ihren Kartoffel(s)pass. Wer seinen Kartoffel(s)pass ausgefüllt abgibt, bekommt eine kleine Überraschung.

Rahmenprogramm und Mitmachaktionen.

Die Klimaherbst Dult möchte nicht nur Marktplatz, sondern auch Festplatz sein. Inhalte und ReferentInnen stehen für einen Teil der Anwesenden an erster Stelle. Für andere steht das Event an sich im Vordergrund.
Diverse kostenlose Elemente sind geplant, u.a.
→ Kaffee- und Wasserbar
→ Verpflegung durch Foodsharing
→ Kartoffel(s)pass – Erlebnisreise für Kinder
→ Spotlight – kurze Videoaufnahmen von Besucher Statements
→ Bikekitchen – kreatives Werkeln und Reparieren an und von Fahrrädern
→ Glücksrad mit Fragen zu SDGs und kleinen Überraschungen
→ einladende Ruhezonen zum Nachdenken, Pausieren, Energie schöpfen
→ Stimmung durch Brass Band Auftritt

Veranstalter:

  • Trägerschaft: Kartoffelkombinat – Der Verein e.V.
    Daniel Überall, Vorstand
    Von-Kahr-Straße 24a, 80997 München/ verein@kartoffelkombinat-ev.de
  • Projektleitung: Green City Projekt GmbH
    Kerstin Knuth
    Albert-Roßhaupter-Str. 32, 81369 München
    Tel. 089 890 668 611 / knuth@greencity-projekt.de
  • Kreativteam: OuiShare Deutschland e.V.
    David Weingartner, Connector D/A/CH Community
    ℅ Bareth, Margarethe-Selenka-Straße 11, 81737 München
    Tel.: 0176 98 63 1146 / david.weingartner@ouishare.net
  • Kooperation: Netzwerk Klimaherbst e.V.
    Mona Fuchs, Geschäftsführerin
    Parkstraße 20, 80339 München
    Tel.: 089 600 352 91 / mona.fuchs@klimaherbst.de

13.10.2017 Die Arbeit der BN Kreisgruppe München

Referent: Thorsten Kellermann

Veranstaltungsort: anstiftung, Daiserstraße 15,

Termin: 13.10.2017 19:00 Uhr
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Die Münchner Kreisgruppe des Bund Naturschutz ist mit über 20’000 Mitgliedern die größte kommunale Naturschutzorganisation weltweit.
Die Aufgaben des Umwelt- und Naturschutzes in München sind so vielfältig wie die Stadt selbst. Der BN München leistet durch seine Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Ressourcen (Biodiviersität, funktionierende ökologische System, klassischer Naturschutz) der Stadt und somit auch zum Erhalt der Lebensqualität in der Stadt. 
Ebenso mischen wir uns in die politischen Prozesse der Stadt ein. Besonders aktive arbeiten wir in Fragen der Verkehrsplanung, der Stadtentwicklung und der kommunalen Energieversorgung.
Referent:
Dr. Thorsten Kellermann ist Mitglied des Kreisvorstandes der Kreisgruppe München und arbeitet hauptsächlich an Themen der kommunalen Energieversorgung, Fragen der Stadtentwicklung und kommunaler Wirtschaftspolitik. Für Umwelt- und Naturschutz engagiert er sich seit seinem 12. Lebensjahr in verschiedensten ehrenamtlichen Positionen. Seit 5 Jahren wohnt er mit seiner Familie wieder in München und sie sind seit gut 4 Jahren Mitglied im Kartoffel-Kombinat.

08.09.2017 Die Kunst des nachhaltigen Entscheidens (Sascha Zinn)

Referent: Sascha Zinn

Veranstaltungsort: anstiftung, Daiserstraße 15,
Termin: 08.09.2017 19:00 Uhr

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Inhalt: Die Kunst des nachhaltigen Entscheidens – Vom Umgang mit Allmenden und dem Entscheiden in komplexen Situationen

Garett Hardin beschreibt 1968 in seinem Essay „Die Tragik der Allmende“ die Übernutzung der Allgemeingüter wie Wald, oder Fischbestände als ein unvermeidliches Schicksal der Menschheit, an dem die Menschheit zu Grunde gehen wird. 1990 stellt Elinor Ostrom in Ihrem Buch „Die Verfassung der Allmende“ einen Gegenentwurf dar, in dem sie skizziert wie die Verwaltung von Allgemeingütern gelingen kann. 2009 wird sie dafür als erste und bisher einzige Frau mit dem Nobel-Preis ausgezeichnet.

In diesem Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, wie eine nachhaltige Entwicklung gelingen kann?

 Auf der Suche nach einer Antwort beginnen wir uns anzuschauen, was es eigentlich für einen nachhaltigen Umgang mit den Gemeingütern braucht. Dabei wollen wir nicht in der Theorie stehen bleiben, sondern wollen uns in Form einer Simulation einmal selber in die Rolle der Nutzer begeben.
Danach gibt es einen Streifzug durch die menschliche Psyche, wobei das Entscheiden in komplexen Situationen im Vordergrund stehen wird. Die Annahme die dahinter steht, ist, dass wir erst verstehen müssen wie wir in solchen Situationen funktionieren, um in einem zweiten Schritt Fehler vermeiden zu können und zu besseren, hoffentlich auch nachhaltigeren Entscheidungen zu kommen.

Referent:
Sascha Zinn ist Diplom-Pädagoge und beschäftigt sich aus Überzeugung und Leidenschaft mit dem Umgang des Menschen mit seiner Mitwelt. 

Er ist an der Hochschule München in der Hochschulentwicklung und als Dozent tätig. Hier ist er unter anderem dafür verantwortlich, dass Thema „nachhaltige Entwicklung“ in die Hochschullehre zu bringen. 

Nachhaltiges Nachbarschaftsnetzwerk

Ende Juli wurde der Projektantrag N3 – Nachhaltiges Nachbarschaftsnetzwerk im Rahmen des Förderprogramms des Umweltbundesministeriums Kurze Wege für den Klimaschutz genehmigt. Inhaltlich geht es um den „Aufbau eines nachhaltigen Nachbarschaftsnetzwerks durch die Weiterentwicklung der derzeitigen Gemüseverteilpunkte des Kartoffelkombinats“.

Was heißt das jetzt konkret?

Am Anfang werden wir 10 Verteilpunkte als Begegnungsstätten auswählen, an denen regelmäßig Veranstaltungen zum nachbarschaftlichen Austausch stattfinden werden. Das kann z. B. gemeinsames Kochen über offenem Feuer, eine Kleidertauschparty oder auch ein gemeinsamer Ausflug nach Spielberg in die Gärtnerei sein. Steffi freut sich auch immer über Anregungen und Ideen von euch. Die Veranstaltungen sind nicht nur für die Mitglieder des Kartoffelkombinats gedacht, sondern auch für alle aus der Nachbarschaft – ihr könnt also gerne eure Freunde und Nachbarn mitbringen.

Außerdem werden wir zusammen mit einem IT-Experten eine App entwickeln, durch die der Austausch von stadtteilbezogenen Informationen zu ressourcenschonenden Einkaufsmöglichkeiten, Veranstaltungen, Mitmachaktionen, etc. sowie der Tausch von Gemüse und Gebrauchsgütern vereinfacht wird. Des Weiteren planen wir einen Bauerngarten nach den Prinzipien der Permakultur im Tierpark Hellabrunn anzulegen (voraussichtlich 2018). Hierfür suchen wir ehrenamtliche Helfer aus der näheren Umgebung, die Lust haben sich um die Pflege des Gartens zu kümmern, aber auch den Besuchern die Unterschiede von konventionellem und ökologischem Anbau zu erklären.

Bei Fragen und Anregungen meldet Euch gerne per E-Mail bei Steffi: steffi@kartoffelkombinat-ev.de

Infos zu aktuellen Veranstaltungen des Vereins findet Ihr auf der Homepage www.kartoffelkombinat-ev.de, auf www.facebook.com/kartoffelkombinat.verein.

Big Data. Und ein Versuch, etwas Freiheit zurückzugewinnen

Referent: Florian Schönbeck

Veranstaltungsort: anstiftung, Daiserstraße 15,
Termin: 11.08.2017 19:00 Uhr

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Inhalt: Big Data. Und ein Versuch, etwas Freiheit zurückzugewinnen

Konzerne wie Google, Facebook und Tiwtter bieten fantastische Dienstleistung kostenfrei an. Die Google-Suche oder Navigation über Google-Maps sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Dass diese Dienste nicht wirklich kostenlos sind, sondern dass die Konzerne mit der umfassenden Analyse von immer mehr unserer persönlichen und persönlichsten Daten Milliarden verdienen, weiss inzwischen jeder.
Systeme kennen unsere Vorlieben besser als wir selbst. Nachrichten und Suchergebnisse werden für uns gefiltert und verändern dadurch unsere Sicht auf die Welt. Sie überreden uns, Dinge preiszugeben oder Dinge zu tun. Sie beeinflussen unser Denken. Sie manipulieren uns.
 
Um ein Stück digitale Freiheit zurückzugewinnen, treffen sich weltweit Menschen, um sich gegenseitig ohne kommerziellen Hintergrund Kryptographie beizubringen und sich über Verschlüsselungs- und Verschleierungstechniken mittels Open-Source-Software auszutauschen.

Das Konzept heisst CryptoParty und wird in München z.B. vom Chaos Computer Club (CCC) regelmässig durchgeführt – und heute abend auch in der Kartoffelakademie.

Referent:
Florian Schönbeck ist Diplom-Informatiker und zunächst aus Geldmangel und dann aus Überzeugung Open-Source u. Linux-Nutzer der ersten Stunde.
Er ist unternehmerisch tätig als Systementwickler und Datenschutzbeauftragter. Im Kartoffelkombinat betreibt er mit seiner Familie den Verteilpunkt An der Hauptfeuerwache

München auf dem Weg zur Ernährungswende – Lokal statt Global

Referent: Jürgen Müller

Veranstaltungsort: anstiftung, Daiserstraße 15,
Termin: 14.07.2017 19:00 Uhr

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Inhalt: München auf dem Weg zur Ernährungswende – Lokal statt Global

Nachdem sich in Köln und Berlin bereits Ernährungsräte gebildet hatten,

fand unter dem Motto „München auf dem Weg zur Ernährungswende – Lokal
statt Global“ am 30. März 2017 auch in München ein Werkstattgespräch
statt, bei dem sehr viele Münchner Organisationen vertreten waren, aber
auch Teilnehmer aus der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung.
 
Die Frage des Nachmittags lautete: Wer bestimmt eigentlich, was auf
unsere Teller kommt? Bislang werden die Weichen dafür meist in Berlin,
Brüssel oder anderswo gestellt. Unter den Argusaugen globaler Konzerne
und im Spannungsfeld der internationalen Agrarpolitik. Die Frage, wie
wir uns ernähren, woher unser Essen kommt und wie es erzeugt wird, soll
künftig noch mehr Bestandteil kommunaler Politik werden. Das ist u.a.
das Ziel des „Projektes Ernährungswende“, das vom Berliner Institut für
Welternährung gemeinsam mit dem Umweltbundesamt jetzt auf den Weg
gebracht wurde.

Referent:
Jürgen Müller ist Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter, im richtigen
Leben aber Papa von Zwillingen und Vorstand im gemeinnützigen Verein des
Kartoffelkombinats. Er ist zudem Gründungsmitglied des Bayerischen
Gemeinwohlökonomie-Vereins und hat für die Genossenschaft zusammen mit
Horst Bokelmann den Gemeinwohlbericht erstellt.